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HIV/AIDS- Prävention und Betreuung von Kindern in Not bei THABANG Children’s Project, Südafrika

THABANG Children’s Project ist ein soziales Projekt mit besonderem Charakter: es verbindet verschiedene Aktivitäten wie die HIV-AIDS-Prävention, die Beratung von Menschen, die von HIV/Aids betroffen sind, die Betreuung von Waisenkindern, die Unterbringung von Kindern in Not sowie die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und nachbarschaftlicher Hilfe in einer Squatter-Siedlung.

Das Projektgebiet

Die Provinz Limpopo besitzt Bodenschätze, ein sehr gutes Strassennetz und hat eine entwickelte Minenindustrie, die tausende von Menschen auf der Suche nach Arbeit anzieht. Das Bushveld, in dem sich Thabazimbi befindet, ist ursprünglich sehr ländlich und stark geprägt von der Farm-Wirtschaft. Die Mehrheit der Farmarbeiter ist schwarz und nach wie vor sehr arm, sie verfügen kaum über Schul- oder Berufsbildung. Durch den Zustrom von Arbeitsuchenden entstehen ‚wilde’ Siedlungen mit hohem Ausländeranteil (ca. 50 %) von bis 20.000 Menschen auf engem Raum neben ländlichen althergebrachten Lebensformen in kleinen Familiengemeinschaften auf den Farmen. Die Behörden halten sich mit Massnahmen zur Versorgung zurück, da die Anerkennung solcher Siedlungen ein Politikum ist, was weitere Verpflichtungen nach sich zieht. Die Siedlung, in der THABANG ein Beratungszentrum betreibt, ist ohne Stromversorgung, Wasser muss von Bohrlöchern geholt werden, es gibt keine Abwasserentsorgung.

Jobs in den Minen sind rar, viele Zugewanderte bleiben ohne Arbeit, Frauen prostituieren sich fuer Schutz und Lebensunterhalt.

Die Leistungen von THABANG

Das THABANG Beratungszentrum versorgt im Squattercamp Smash-Block durch seine 11 Betreuerinnen insgesamt ca. 300 Klienten durch zugehende Hauspflege, und zusätzlich etwa 50 Waisenkinder in der Siedlung. Die Kinder werden gesundheitlich versorgt, es werden Erwachsene, die sich ihrer annehmen, mit Lebensmitteln versorgt, die Organisation des Schulbesuchs wird unterstützt.

Im Zentrum wird täglich gekocht, wöchentlich trifft sich die Selbsthilfegruppe Bambanani, inzwischen eine feste Einrichtung. Es gibt einen Gemüsegarten, wo (in der Regel) Frauen ihr persönliches Beet bewirtschaften und beernten können. Am Zentrum befindet sich eine Außenstation des staatlichen Krankenhauses, zwei Krankenschwestern bieten täglich ihre Dienste an. Das Zentrum ist 2005 gegründet worden und ist heute eine feste Einrichtung der Community, die Einzige dieser Art in der Siedlung.

Das THABANG Children’s Place of Safety bringt Babies, Kleinkinder und ältere Mädchen in Not unter, die Kinder leben dort oftmals längerfristig, es wird ihr Zuhause. Das Haus wird von Hauseltern geführt und kann bis zu 25 Kinder aufnehmen. Diese werden THABANG von den Sozialbehörden, den Krankenhäusern oder der Polizei zugewiesen, bis sie wieder nach Hause können oder eine langfristige Lösung gefunden wird.

Das THABANG Youth Centre ist eine Einrichtung zur Haftvermeidung und Unterbringung von Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, 16 Jungen haben dort Platz. In beiden Häusern müssen sich die Kinder an der Hausarbeit beteiligen, dazu gehört das tägliche Waschen der Schulkleidung, Küchendienst, die Versorgung von Hühnern, die Arbeit im Gemüsegarten.

Alle drei Einrichtungen sind jeweils eine halbe Autostunde voneinander entfernt. Die Mädchen und Jungen leben in unterschiedlichen Häusern, jedoch werden Ausflüge und Unternehmungen gemeinsam gemacht, viele der Kinder besuchen die gleiche Schule und kennen sich gut, sie sind die ‚THABANG-Kinder’.